Sternschnuppen beobachten: Die besten Nächte des Jahres
Für Sternschnuppen braucht es weder Teleskop noch Fachwissen. Wann die großen Meteorströme kommen und wie man die meisten Leuchtspuren sieht.

Ein heller Strich, eine Sekunde, dann ist alles vorbei. Sternschnuppen gehören zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen, die man ohne jede Ausrüstung erleben kann. Mit etwas Planung lässt sich die Chance auf viele Treffer deutlich erhöhen.
Was am Himmel aufleuchtet
Sternschnuppen sind keine Sterne. Es handelt sich um winzige Staubteilchen, meist kleiner als ein Sandkorn, die mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintreten. Durch die Reibung mit der Luft bringen sie die Umgebung zum Leuchten und verglühen in großer Höhe.
Die großen Meteorströme
Mehrmals im Jahr durchquert die Erde Staubspuren, die Kometen auf ihrer Bahn hinterlassen haben. Dann steigt die Zahl der Sternschnuppen stark an. Zu den bekanntesten Strömen zählen:
- die Quadrantiden Anfang Januar,
- die Perseiden mit ihrem Höhepunkt um den 12. und 13. August,
- die Geminiden mit dem Maximum um den 13. und 14. Dezember.
Die genauen Termine und erwarteten Raten veröffentlicht jedes Jahr die International Meteor Organization. Ob ein Strom gut sichtbar ist, hängt auch vom Mond ab: Ein heller Vollmond überstrahlt schwache Sternschnuppen.
Dunkelheit ist alles
Stadtlicht ist der größte Gegner. Schon wenige Kilometer außerhalb, auf einem Feld oder einer Anhöhe, sieht man ein Vielfaches mehr. Die Augen brauchen etwa 20 bis 30 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Ein kurzer Blick auf das helle Handydisplay macht das zunichte. Wer Licht braucht, nimmt eine Rotlichtlampe.
Liegen statt suchen
Am besten legt man sich auf eine Isomatte oder einen Liegestuhl und blickt in einen großen Himmelsausschnitt, nicht starr auf einen Punkt. Die meisten Sternschnuppen fallen in der zweiten Nachthälfte. Warme Kleidung gehört selbst im August dazu: Gegen Morgen wird es auch im Sommer kühl.
